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Beispiele für SCADA- und SPS-Konfigurationssysteme in der Industrieautomatisierung

  • von WUPAMBO
Examples of SCADA and PLC Configuration Systems in Industrial Automation

Übersicht über SCADA- und SPS-Architektur

In der Industrieautomation bestimmt die Konfiguration von SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition) und SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) die Zuverlässigkeit, Skalierbarkeit und Effizienz der Steuerungsabläufe.
SCADA stellt die Überwachungsebene bereit, während SPS die lokale Prozesssteuerung übernimmt. Je nach Größe und Komplexität der Anlage variieren die Systemarchitekturen – von kompakten Lösungen für entfernte Standorte bis hin zu redundanten, verteilten Netzwerken für missionskritische Industrieanlagen.

Drei Ebenen der SCADA-Systemarchitektur

Typischerweise werden SCADA- und SPS-Konfigurationen in drei Ebenen eingeteilt:

  1. Kleine Systeme – für isolierte oder entfernte Anlagen.

  2. Mittelgroße Systeme – für Rechenzentren oder Industriegebäude mit redundanter Infrastruktur.

  3. Großanlagen – für Standorte mit mehreren Anlagen, die eine zentrale Überwachungssteuerung erfordern.
    Jede Konfiguration balanciert Kosten, Komplexität und Zuverlässigkeit aus und gewährleistet die Betriebssicherheit entsprechend der Kritikalität der Anlage.

Kleines PLC-SCADA-System: Kompakte und entfernte Anwendungen

Ein kleines SCADA-System ist ideal für Anlagen mit begrenztem Umfang wie Telekommunikationsstandorte, ferngesteuerte Umspannwerke oder kleine Pumpstationen.
Diese Installationen umfassen typischerweise:

  • Ein einzelner Versorgungstransformator und Dieselgenerator.

  • Ein kleines Gleichrichtersystem zur Unterstützung eines 24 VDC-Busses.

  • Telemetrieeinheiten, SPS, HMI-Panels und Kühlgeräte.
    Während diese Systeme wesentliche Automatisierung bieten, fehlt ihnen möglicherweise die vollständige Redundanz. Daher müssen Ingenieure die SCADA-Zuverlässigkeit mit dem Redundanzniveau der elektrischen und mechanischen Infrastruktur abstimmen.
    Autoreneinblick: Für kleine Anlagen sorgt der Einsatz kompakter SPS wie Allen-Bradley MicroLogix 1400 oder Siemens S7-1200 für Skalierbarkeit und einfache Integration mit cloudbasierten SCADA-Plattformen.

Mittelgroßes PLC-SCADA-System: Verteilte und redundante Steuerung

Eine mittelgroße SCADA-Konfiguration eignet sich für Industrieanlagen oder Rechenzentren mit mehreren Stromquellen und kritischen Systemen.
Diese Standorte umfassen oft:

  • Mehrere Servicetransformatoren und Notstromaggregate mit Parallelschaltanlagen.

  • Ein oder zwei große USV-Systeme für unterbrechungsfreie Stromversorgung.

  • Kühlsysteme und andere Hilfsmaschinen.
    Für diese Umgebungen empfehlen Ingenieure redundante verteilte Steuerungsarchitekturen zur Aufrechterhaltung hoher Verfügbarkeit.
    Zwei gängige Ansätze umfassen:

  1. Getrennte redundante Systeme (N+X): Jede PLC verwaltet ein dediziertes Teilsystem, wodurch ein lokaler Ausfall den Gesamtbetrieb nicht beeinträchtigt.

  2. Vielfach redundante Systeme: Alle Komponenten arbeiten unter gemeinsamer Steuerung, was Flexibilität bietet, aber hochzuverlässige, redundante PLCs erfordert.
    Expertenkommentar: Beim Entwurf redundanter Architekturen sollten doppelte SCADA-Server, gespiegelte Datenbanken und unabhängige Kommunikationswege für maximale Betriebszeit berücksichtigt werden.

Großes PLC-SCADA-System: Zentralisierte Überwachungsnetzwerke

Groß angelegte SCADA-Systeme steuern mehrere Einrichtungen von einer zentralen Leitwarte aus und unterstützen gleichzeitig verteilte Steuerungen an jedem lokalen Standort.
Anwendungen umfassen Industrieparks, Kraftwerksanlagen und militärische oder C4ISR-Installationen.
Diese Systeme verfügen über:

  • Zentrale Überwachungsserver zur Überwachung aller angeschlossenen Anlagen.

  • Lokale PLC-Netzwerke in jedem Gebäude zur Steuerung von Teilsystemen.

  • Redundante Kommunikationsnetzwerke unter Verwendung von Lichtwellenleitern oder industriellem Ethernet.
    Bediener können über sowohl zentrale Leitwarten als auch Fernterminals auf das System zugreifen, was betriebliche Flexibilität gewährleistet.
    Autor Perspektive: Moderne groß angelegte SCADA-Einsätze integrieren oft DCS und IIoT Technologien, um vorausschauende Analysen und Echtzeit-Anlagenmanagement über verteilte Netzwerke hinweg zu unterstützen.

Designüberlegungen und Redundanzstrategie

Die Zuverlässigkeit von SCADA- und SPS-Systemen hängt stark von der Redundanzplanung ab. Für hochverfügbare Systeme:

  • Setzen Sie doppelte Stromversorgungen und redundante CPUs in SPS-Racks ein.

  • Verwenden Sie Hot-Standby-SCADA-Server zur Vermeidung von Ausfallzeiten.

  • Implementieren Sie getrennte Kommunikationsnetzwerke für Sicherheit und Fehlertoleranz.

  • Setzen Sie standardisierte Kommunikationsprotokolle wie Modbus TCP, DNP3 und IEC 60870-5-104 ein.
    Branchenbeispiel: In der Energieerzeugung sorgen redundante SPS-Netzwerke für die Turbinensynchronisation, während doppelte SCADA-Server Echtzeitstatus und Ereignisprotokollierung bereitstellen.

SCADA- und SPS-Integration für moderne Automatisierung

Moderne SCADA-Konfigurationen sind im Vergleich zu früheren Generationen vereinfachter und modularer. Mit Fortschritten in Edge Computing, Cloud-SCADA und cybersicheren Ethernet-Protokollen ist die Integration einfacher und kosteneffizienter geworden.
Hersteller wie Siemens, Rockwell Automation und Schneider Electric bieten jetzt hybride SCADA-SPS-Ökosysteme an, in denen Datenerfassung, Visualisierung und Analytik innerhalb einheitlicher Plattformen koexistieren.
Autor Kommentar: Die Wahl eines offenen Architekturdesigns gewährleistet Skalierbarkeit und reduziert die Abhängigkeit von einem Anbieter, ein wichtiger Aspekt für die langfristige industrielle Modernisierung.

Anwendungsszenario: Energiemanagement für mehrere Anlagen

Betrachten Sie einen großen Energieerzeugungskomplex mit mehreren Umspannwerken und Leitstellen. Jedes Umspannwerk wird durch lokale SPS betrieben, die Schalteroperationen und Gerätesteuerung übernehmen, während die Haupt-SCADA-Station Daten aggregiert, Alarme verwaltet und die Lastverteilung im Netz koordiniert.
Im Falle eines Kommunikationsausfalls oder Hardwarefehlers garantieren redundante SPS und doppelte Kommunikationswege eine unterbrechungsfreie Steuerung – was den Wert eines robusten Konfigurationsdesigns in kritischen Infrastrukturen verdeutlicht.


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