ABB erweitert verteilte Steuerungssysteme zur Förderung der Modernisierung der Industrieautomatisierung
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- 〡 von WUPAMBO
ABB gestaltet die Landschaft der industriellen Automatisierung neu mit seiner neuen Initiative, Automation Extended, einer bedeutenden Weiterentwicklung seiner verteilten Steuerungssystem-Technologie (DCS). Das Unternehmen möchte Industrien dabei unterstützen, ihre Abläufe effizient zu modernisieren – ohne dabei Zuverlässigkeit oder Betriebszeit zu opfern.
Balance zwischen Modernisierung und Betriebsfortführung
Viele Industriezweige stehen vor einer entscheidenden Herausforderung: neue Automatisierungstechnologien zu integrieren und gleichzeitig eine durchgehende Produktion aufrechtzuerhalten. Laut Peter Terwiesch, Präsident des Geschäftsbereichs Prozessautomatisierung bei ABB, bleibt dieses Gleichgewicht eine der größten Hürden für die digitale Umgestaltung in komplexen Industrieumgebungen.
Terwiesch betonte, dass Kunden mit großen, vernetzten Systemen – wie Raffinerien, Chemiewerken und Versorgungsbetrieben – sich keine längeren Ausfallzeiten leisten können. Daher liegt ABBs Fokus darauf, eine Modernisierung ohne Unterbrechung zu ermöglichen, sodass digitale Aufrüstungen die Anlagenleistung verbessern, statt sie zu stören.
Vorstellung von ABB Automation Extended
Die Automation Extended Initiative von ABB führt eine skalierbare, softwaredefinierte Steuerungsarchitektur ein, die die Fähigkeiten traditioneller DCS-Plattformen erweitert. Sie bietet fortschrittliche Vernetzung, Auswertung und Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (KI), während die Zuverlässigkeit bewährter Steuerungssysteme erhalten bleibt.
Diese Plattform der nächsten Generation kombiniert zwei sich ergänzende Ebenen:
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Eine Steuerungsumgebung, die Echtzeitbetrieb und Prozessstabilität verwaltet.
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Eine digitale Umgebung, die KI, Randintelligenz und Datenanalyse für vorausschauende Optimierung einsetzt.
Diese Komponenten arbeiten unabhängig, bleiben jedoch eng verbunden und bilden das, was ABB als „einheitliches Automatisierungsökosystem“ bezeichnet.
Eine strategische Weiterentwicklung der DCS-Technologie
Automation Extended ersetzt bestehende Systeme nicht, sondern stellt eine strategische Weiterentwicklung von ABBs Steuerungsarchitektur dar. Sie erlaubt es Industriebetreibern, neue digitale Fähigkeiten schrittweise zu integrieren, vorhandene Infrastruktur zu nutzen und Risiken zu minimieren.
ABB erklärte, dass der neue Ansatz durch Softwareaktualisierungen für das aktuelle Portfolio an Prozessautomatisierungssystemen bereitgestellt wird. So können Branchen wie Energie, Chemie und Bergbau Innovationen übernehmen, ohne große Umbauten oder lange Stillstände.
Integration von KI und Internet der Dinge für intelligentere Steuerungssysteme
Ein wesentlicher Vorteil von Automation Extended liegt in der Integration von KI-gestützter Auswertung und Internet der Dinge (IoT) Vernetzung. Diese Technologien ermöglichen es Betreibern, Echtzeitdaten von verteilten Anlagen zu analysieren, mögliche Probleme vorherzusagen und fundierte Betriebsentscheidungen schneller zu treffen.
Durch die Umstellung auf ein softwaredefiniertes Steuerungsmodell ermöglicht ABB einen flexibleren und datenorientierteren Ansatz in der Prozessautomatisierung. Die Randverarbeitung des Systems stellt sicher, dass zeitkritische Entscheidungen lokal getroffen werden, was sowohl Reaktionsfähigkeit als auch Widerstandskraft verbessert.
Cybersicherheit und Lebenszyklusverwaltung
Mit zunehmender Vernetzung industrieller Systeme sind Cybersicherheit und Lebenszyklusverwaltung entscheidende Aspekte. ABB betonte, dass Automation Extended robuste Sicherheitsrahmenwerke enthält, die die Datenintegrität und Betriebssicherheit schützen.
Darüber hinaus vereinfacht die einheitliche Plattform die Lebenszyklusverwaltung durch eine zentrale Umgebung für Konfiguration, Aktualisierungen und Leistungsoptimierung. Dieser Ansatz hilft, Wartungskosten zu senken und die Lebensdauer bestehender Automatisierungsanlagen zu verlängern.
ABBs umfassendere industrielle Vision
Automation Extended von ABB spiegelt einen breiteren Trend im Bereich der Fabrikautomatisierung wider – hin zu offenen, flexiblen und miteinander kompatiblen Steuerungsökosystemen. Wettbewerber wie Siemens, Emerson und Honeywell verfolgen ähnliche Strategien, indem sie KI, Auswertung und Cloud-Plattformen in ihre Steuerungsarchitekturen einbinden.
ABBs langjährige Erfahrung in der DCS-Technologie verschafft dem Unternehmen jedoch einen besonderen Vorteil. Die installierte Basis in Branchen wie Öl und Gas, Energieerzeugung und Fertigung ermöglicht es, Aufrüstungen anzubieten, die sowohl technologisch fortschrittlich als auch betrieblich bewährt sind.
Fachkommentar: Ein Schritt zu autonomen Abläufen
Aus Branchensicht stellt Automation Extended einen klaren Schritt hin zu autonomen Industriesystemen dar. Durch die Kombination von deterministischer Steuerung mit anpassungsfähiger digitaler Intelligenz überbrückt ABB die Lücke zwischen traditionellem DCS und zukünftigen selbstoptimierenden Werken.
Die modulare Gestaltungsphilosophie des Unternehmens steht auch im Einklang mit der Industrie 4.0 Bewegung, die datenbasierte Entscheidungsfindung, Kompatibilität und stetige Verbesserung in den Vordergrund stellt. Für Betreiber liegt der Hauptvorteil darin, eine größere Betriebsresilienz ohne kostspielige Stillstände zu erreichen.
Anwendungsszenario: Kontinuierliche Modernisierung in einer Raffinerie
Betrachten wir eine große petrochemische Raffinerie, die rund um die Uhr arbeitet. Ein kompletter Austausch des Steuerungssystems könnte Produktionsverluste in Millionenhöhe verursachen. Durch die Einführung von ABBs Automation Extended kann die Anlage digitale Schichten – wie vorausschauende Auswertung und Fernwartung – schrittweise aufrüsten, während die bestehende Steuerungsinfrastruktur aktiv bleibt. Dieser Ansatz gewährleistet eine kontinuierliche Modernisierung mit minimalen Störungen.
Fazit: Ein zukunftsfähiger Ansatz für industrielle Automatisierung
ABBs Automation Extended markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung von industriellen Steuerungssystemen. Es bietet einen pragmatischen Weg zur Modernisierung – der die Zuverlässigkeit traditioneller DCS mit der Intelligenz digitaler Technologien verbindet.
Angesichts des wachsenden Drucks auf Industrien, Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu steigern, liefert ABBs Hybridstrategie einen bewährten Rahmen, um digitale Umgestaltung ohne Ausfallzeiten zu erreichen.
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